Thursday, April 7, 2011

DEUS OTIOSUS - Murderer - Cd / FDA Rekotz


DEUS OTIOSUS haben von allem so ein bisschen, von „na ja“ bis „oha“, weshalb mir auch partout nichts wirklich Gutes einfallen will. Die Stühle, zwischen die ich mich gezwungenermaßen setzen müsste, hat schon ein andere geklaut und es bleibt nur die Option stehen zu bleiben oder der Schwerkraft unter Anerkennung folgender Schmerzen nachzugeben. Gar nicht so einfach. Die dem dänischen Kleinstaat entspringende Band machet einen souveränen Job auf ihrem Erstling und schrammen trotzdem knapp am Tatbestand der Belanglosigkeit vorbei. „Murderer“ ist nicht sonderlich aufregend, die gemäßigteren Parts manchmal sogar langweilig. Wenn aber einmal der Entschluss gefallen ist, die Pace auf ein angenehmes Schritttempo zu erhöhen wird es wieder interessant. So gebiert ein, zumindest etappenweise eher unspektakuläres Album einige Highlights wie, „Wall Of Violence“, und „ No Life“, die einen gewissen Drive haben. Damit kommen sie solch illusteren Bands wie VITAL REMAINS / MORBID ANGEL zwar nicht gefährlich nahe, schnuppern mit ihren dänischen Nasen aber vergleichbaren morbiden Grabeshauch. Ja, eindeutig, Geschwindigkeit steht ihnen gut, funktioniert wie ein Weckruf aus musikalischer Somnolenz. Andere Parts werden von schweren Fußfesseln geprägt, gepaart mit teutonischen Thrash Metal Riffs. In Grunde ist auch das nicht übel, aber eben schrecklich gewöhnlich, weiß zumindest mich und meinen verdrehten Geschmack nicht so recht zu überzeugen. Vielleicht sollten die Dänenprinzen sich doch noch mal zurück lehnen, den alten Schädel auf den Schoß legen und die dramatischen Worte, „Sein oder nicht sein“ aussprechen und auf eine Eingebung hoffen. Aber auch das wäre wohl zu ausgekaut und wahrscheinlich bedarf es nur etwas mehr Geduld (wohl auch von meiner intoleranten Seite) um die Perle in der verkrusteten Austernschale zu finden. Das Problem ist nur, dass dem zu bedauernden Konsumenten wöchentlich zahllose Ladungen von den Viechern vor die Füße gekarrt werden und er sich lieber auf vertrautes Terrain begibt, bevor er Mühe und Zeit in den Strom der Vergänglichkeit schickt um all die Hüllen zu knacken und womöglich mal eine Perle zu ergattern. Also noch mal, DEUS OTIOSUS ist ein anständiges Werk gelungen, das alle technischen Voraussetzungen mit sich bringt um den Jagdschein für die verworrenen Flure des Asylums Heavy Metal zu beantragen, ob der aber genehmigt wird, hängt von euch ab. Und dafür fürchte ich, haben sie noch nicht genug getan. Ich will das gar nicht unbedingt negativ gewertet wissen, fordere nur noch mehr Kreativität. Was nützen der schöne Vorgarten und die strahlende Fassade, wenn alle Nachbarn vergleichbares ihr eigene nennen, da fällt die persönliche Mühe doch niemandem mehr auf! Es bleibt nur zu empfehlen euch ein eigens akustisches Bild zu machen, bevor ihr meinem Urteil blind vertraut. Oder seid ihr so bescheuert…?
6/10

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