Wednesday, May 18, 2011

CYTOTOXIN - Plutonium Heaven - Cd


Was für ein Schock, da haben unbekannte, gemeingefährliche Reiseveranstalter einen Ochsenfrosch und einen Sack zu elektronischen Forschungsgeräten umgebaute Musikinstrumente inklusive Bedienungspersonal über Tschernobyl abgeworfen, um ein Langzeitexperiment über die Auswirkung radioaktiver Strahlung auf die Hirn / Finger / Stimmbandkoordination von humanoiden Geschmacksterroristen zu wagen. Warum sich da jemand so viel Mühe macht, kann ich gar nicht sagen, dem Frosch hat es aber überhaupt nicht geschadet, der quakt fröhlich weiter bis die Geigerzähler Dauerton anschlagen. Das akustische Zwischenergebnis dieses bedenklichen Probelaufes ist ein mehr als brutaler Hieb, denn uns schmettert Hass und Gewalt unter der Betonglocke entgegen, die ersten Risse lassen radioaktive Strahlung in die Umwelt ab und die Verantwortlichen trümmern munter weiter. Die Folgen sind nicht abzusehen, der Fallout legt sich wie ein unsichtbarer Teppich auf metallisch verseuchte Gehirne und lässt die Synapsen einen wilden Twist tanzen, angespornt durch unaufhaltsames Neuronen – Dauerbombardement. Verursacher dieser Reaktion sind rapide Tempowechsel und progressiv anmutende Geräusche in den hochfrequenten Tonlagen. Hinzu kommt ein rhythmisches Kanonenfeuer, das den Putz von den Wänden drückt, Tapeten zu Altpapier welken lässt, menschliche Muskulatur überansprucht, bisher gesunde Hirnmasse degeneriert und den unumkehrbaren Alterungsprozess von Opfern, die unfreiwillig (oder freiwillig, egal) in der Nähe vegetieren, massiv vorantreibt, ja sie binnen kürzester Zeit zu Erlösungsbettlern macht. Einzig auf Metal getrimmte Geister mit vorzugsweise bleiernem Gemüt und ebensolchen Nerven dürfen der Sache gefahr-, und reuelos gegenüber stehen. Allen anderen wird die Geräuschkulisse kopfschüttelnd in die Knie zwingen. Gewohnt sind wir solche Ausbrüche künstlerischer Mutagene in der Regel aus den Staaten, bei denen müssen dann wohl sämtliche Atomkraftwerke eine Ehe mit Schweizer Käsefabrikanten eingegangen sein, anders lässt sich die Tatsache doch gar nicht erklären, geschweige denn verschleiern. Wahrscheinlich ist CYTOTOXIN ein amerikanisches Kulturgift, das der diesatlantischen Jugend irgendeinen Schaden zufügen soll, wenn es da noch was zu schädigen gibt. Schmerzfreie Freunde brutalen Death Metals´ werden sich der Herausforderung mit Freuden und viel Bier als unabdingbare Kühlflüssigkeit stellen. Bleibt abschließend zu erwähnen, das Zwischenergebnis ist nicht unbedingt überraschend, trotzdem beinahe innovativ in seiner handwerkliche Präsenz, und demzufolge durchaus mit frischen Ideen behaftet. Warten wir ab was geschieht, wenn die Betonglocke über Tschernobyl genügend erodiert ist! (bisschen Namedroping, wer das eben nicht als aufschlussreich interpretieren konnte: DOMINATION THROUGH IMPURITY, INVIDIOSUS, HUMAN REJECTION, DISFIGURED,WORMED, HUMAN ARTIFACTS sucht euch was aus, irgendwo da findet ihr auch CYTOTOXIN, und schmeißt euch nicht unter den Panzer! http://www.cytotoxin.de/
7/10

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