Sunday, June 12, 2011

DRAIN OF IMPURITY - Head Disfigurement Autopsy - Mcd / Extreminal Productions


DRAIN OF IMPURITY ist das Werk von Batu Cetin, der normalerweise bei CENOTAPH für verbale Verunglimpfungen sorgt. Was ihn geritten hat, dieses Soloprojekt zu betreiben, ist mir schleierhaft. Die vorliegende Mcd ist aus dem Vorjahr (ein komplettes Album folgte) und wird jetzt als Re – Release noch mal nachgeschoben (warum nur?). Um dem Teil musikalisch irgendeine Bedeutung zu geben, hätte der Herr entweder Schlagzeug lernen sollen oder sich einen Drummer suchen müssen. So knattert eine viel zu sterile und unaufgeregte Maschine mit langweiliger Programmierung und so was von unechtem Sound daher, dass es mir die Fußnägel nach innen rollt. DRAIN OF IMPURITY ist eine auf Brutalität getrimmte Mütze voll Schlaf, die entweder kein Potential hat oder sich nicht traut es zu zeigen. Da wechseln sich lediglich nicht enden wollende Intros mit goriger Schrammelmucke ab und zwingt dem Hörer 5 Stücke mit unaussprechlichen Namen auf. Wenigstens da beweist Batu Fantasie. Selbst wenn die lediglich kranker Mist ist. Im Vordergrund steht eine perverse Neigung zu menschlichen Innereien, deren mögliche Erkrankungen zu veranschaulichen und mit der musikalischen Knochensäge ein bisschen am Korpus herumzuschnipseln. Hätte er bei der einen oder anderen Leiche etwas gewartet, hätte er sich das Songwriting schenken können. Genügte es doch einfach ein Mikro an dem verwesenden, aufgeblähten Körper zu platzieren (kann man mit Panzertape schöne auf der aufgeschwemmten Plautze fixieren) und aufzunehmen, was er in seinem letzten Prozess zu sagen hat. Das akustische Ergebnis würde über weite Strecken dem entsprechen, was Herr Cetin in mühseliger Kleinarbeit in seinem Hinterzimmer komponiert hat. Hätte er sich viel Arbeit sparen können. Dem Temporausch ist er dann auch nicht erlegen, hört sich das hier doch eher an wie ein blockierter Verschiebebahnhof der Deutschen Bundesbahn. Gut, das wird schon beabsichtigt sein, aber dass der Sound so elektronisch und irgendwie gar nicht nach Metal klingt, das stört mich dann schon. Spielt aber wohl kaum eine Rolle, denn die Musik hätte das auch nicht mehr retten können. Ich finde die Mcd tatsächlich schlecht, obwohl ich brutales Gemetzel generell mag, aber doch bitte nicht so billig und vollkommen ereignislos! Mein Lieber, ich würde eindringlich raten, kümmere dich um CENOTAPH, das steht dir wesentlich besser, dann musst du dich nicht mit Mucke rumquälen, die sich anhört als würde jemand eine nasse Katze mit einem Teppichklopfer verprügeln.
3/10

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