Friday, June 10, 2011

ENTRENCHED - Preemptive Strike - Cd


ENTRENCHED attackieren uns mit einem massiven Präventivschlag und orientieren sich dabei nicht nur namentlich an BOLT THROWER. Die rüsten musikalisch ebenso auf und lassen die räudigen Hunde des Krieges von der Leine. Möglicherweise haben sie den letzten Gong noch nicht vernommen, da sie thematisch das Blut und Stahl Handwerk arg heroisieren (so scheint mir), aber dafür sind es ja auch Amis und ich kein Weltverbesserer. Das orchestrale Metalfeuerwerk deckt uns jedenfalls passenderweise mit explosionsartigen Soundgranaten ein, versprüht scharfe Schrapnelle, quasi als Trommelfellpiercing und lässt die Nackenmuskulatur unter Napalmfeuer brennen. ENTRENCHED steht für maßgeschneiderten, nicht ganz sauberen Death Metal alter Schule, vereint wie erwähnt britische Kriegsmaschinerie mit der bluttriefenden Hackordnung einer Band wie EXHUMED. Das dürfte die Scheibe doch wirklich interesssant machen. Dass vor so intensiver Heldenverehrung die eigene Innovation etwas auf der Strecke bleibt, wäre zu erwarten, spielte subjektiv betrachtet in dem Fall jedoch nicht so die Rolle, denn das was der Panzer aus seinem Rohr feuert, entschuldigt alles, allein das Ergebnis zählt. Nun stehen wir hier aber nicht mal im Ansatz einer faden Feindkopie am zerschossenen Frontgraben gegenüber, sondern erfreuen uns an einem dichten, ideenreichen, brutalen Bombengewitter. Eines das so treffsicher seine Riffs platziert, dass der Band direkt durch die Boxen anzumerken ist, wie unverkrampft Songwriting sein kann. Wenn man denn bei den richtigen Lehrern in die Schule gegangen ist. Forsches Tempo, scharf geschliffene Leadgitarre und ab und an mal das Pedal losgelassen um einen düsteren Touch einzubauen, das sind die Eckpunkte des Albums. Dabei ist das ganz simpel gestrickt, hält sich nicht an Spielereien auf, setzt ganz auf geradlinige Härte, ohne wirklich primitiv zu sein. Wahrscheinlich ist genau das der Schlüssel um das Kommandantenfahrzeug zu starten und eine Welle unbeschreiblicher musikalischer Gewalt loszutreten. „Preemptive Strike“ bleibt zu jedem Zeitpunkt nachvollziehbar, als erfahrener Moshpitkrieger lässt es sich da ohne weiteres aus dem Stand mitkämpfen. Das fühlt sich an wie ein Déjà-vu, als hätte man schon mal in der selben Schlacht gekämpft und kann die Wiederholung von schweißgetriebenen, adrenalinschwangeren Blutvergießen kaum erwarten. Wenn man DEATH METAL in seinem Kern betrachtet, dann hat der immer genau so geklungen. Jedenfalls nach meiner naiven Fasson. „Hört euch „Tooth And Nail“ an, allein das Riffing walzt hemmungslos alles platt was im Weg herumlungert! „Preemptive Strike“ ist ein Album, das aus der Hüfte schießt und eine etwas fragliche Moral mit sich trägt. Aber wir sind ja Metal und nicht Fleurop! Kostproben gib es dieserorts: http://www.myspace.com/entrenchedusa
8/10

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