Thursday, June 9, 2011

GANGRENA - Rolling The Bones Of Fate - Ep


GANGRENA ist ein waschechter MORTICIAN Klone aus Mexiko, und die ziehen ihre Nummer durch ohne einen roten Kopf zu kriegen. Da weicht aber auch gar nichts vom Original ab, gut vielleicht der Gesang, oder wie man diese Art Kehlkopfsprengung sonst nennen mag. Aber das ist nicht wesentlich, Fakt ist, dass man glauben könnte Rahmer / Beaujard wären einige tausend Meilen gen Süden gezogen um jetzt hinter nem Kaktus zu leben. Der Drumcomputer dröhnt wie in alten Zeiten, der Sound hat so viel Bass wie eine getunte Gartenlaube und wir werden mit Ufftabrrrrrääää ins Land der untoten Menschenfresser gekickt. Dorthin wo wir unsere eigenen dampfenden Gedärme auf Händen tragen und in fremdem Blut ersaufen. Begleitet werden die Stücke durch stilechte Intros, bei denen der Erkennungsfaktor für einen durchschnittlichen Mitteleuropäer aber gering bleibt, weil der Mist ignoranterweise auf Spanisch ist. Gemetzelt und gelitten wird aber offensichtlich reichlich. GANGRENA fabrizieren auf der Ep eine wahre Zombie Orgie und nicht nur hier sondern auf all ihren Veröffentlichungen, die größtenteils für umme zu haben sind. Das Gerammel ist gewiss nicht sehr kreativ, brutal jedoch allemal und wird auf dieser Basis die Geschmäcker der unersättlichen Gorefetischisten zufrieden stellen. Zusätzlich und vielleicht zur Streckung des mörderischen Audio – Derivates, um spätere ungewollte Schäden zu verschleiern, dürft ihr noch einen Livetrack hören. Der klingt dann seltsamerweise nach ROMPEPROP, verinnerlicht diesen lächerlich lustigen Polkarhythmus. Augen zu und durch! Ja, vielmehr muss da nicht gesagt werden, das unerschrockene Duo hat weder Berührungsängste noch zeigt es sich kompromissbereit, kneift die Backen zusammen und schwingt blindwütig stumpfe, schartige Klingen, um sich einen Weg durch die Masse zu bahnen. Letztendlich muss aber doch was schief gelaufen sein, denn die Band hat sich kürzlich aufgelöst, selbst gefressen oder als überholt erkannt, wer weiß. Ist auch egal, wer sie vom Funfaktor betrachtet, der konnte und kann mit der Musik viel Spaß haben und sich das Hirn zu Hackfleisch metzgern lassen, wer nach musikalischer Tiefe sucht, der sucht woanders. Darum geht es den beiden hier nicht. Ich find’s schade, dass sie sich die Kugel verpasst haben, von mir aus hätten sie mit ihren dickwandigen Tiefladern ruhig noch weiter lärmen können. http://www.myspace.com/gangrenainfected
6/10

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