Monday, June 6, 2011

K.A.S.K. - Brutal Abstraction - Ep


K.A.S.K. sind ein polnisches Deathcore / Death Metal Fabrikat, das ihr erstes Werk vorstellt. Was sofort auffällt, der Sänger ist nicht auf Sauerstoff bei seinem Growls angewiesen, der knarzt ohne Pause durch den Set. Ein Set übrigens, der recht zielsicher ins juvenile Bangermark trifft, einen guten Drive mit schnittigen Riffs und interessanter melodiöser, teils brutaler Ausrichtung besitzt. Hinzu kommen passende übereinandergelegte Chorusgesänge, schön tief und rau. Begleitend dazu sind auch Keys zu vernehmen („Brutal Abstraction“). Technisch haben die Brüder aus dem Osten durchaus einiges am Hacken, erinnern mich manchmal an ARCH ENEMY, ohne deren virtuose Verspieltheit selbstverständlich, jedoch mit vergleichbarem Rhythmus und Spielfluss, gepaart mit stakkatoartigen groovigen Hardcoreriffs. HEAVEN SHALL BURN, ALL SHALL PERISH sind das gar nicht so weit weg. Hört sich alles ziemlich modern an, vergisst aber nicht, warum Death Metal im Programmheft steht. Angefangen haben die wohl mit reinem Metalcore, haben aber scheinbar schnell begriffen, wie Musik richtig funktioniert. Der Spagat, bei dem sie ihre recht prallen Eier jetzt im Wind baumeln lassen, steht ihnen jedenfalls gut, wenn sie auch ihre Schmerzen ungezwungen herausbrüllen. Mehr müsst ihr nicht wissen, die Mucke ist wahrscheinlich eher was für Kiddis als für alte Knaben, hat einige wacklige Momente, wie die teilweise zu offensiv gemischte Tonspur, die manchmal die eigenen Instrumente verschluckt, vereinzeltes Riffrecycling oder die drohende Überfrachtung einzelner Stücke mit dem eigenen Ehrgeiz. Das Niveau hält sich aber immer einige Nasen über der Wasserkante und verspricht einiges für die kommende Zeit. Wenn die Polen denn durchhalten, da scheinbar ein endlosere Besetzungskrieg deren Schaffen zu bestimmen scheint. Der hat aber scheinbar auch sein Gutes, hält die Rotation doch offensichtlich die Flamme der Inspiration am lodern, denn mit dem Metalcore, der anfänglich auf dem Papier stand, wären nicht mehr als eingeschlafene Füße und blaue Augen drin gewesen. So aber besitzt die Ep eine angenehme Tiefenschärfe. Könnt ihr euch für lau und legal laden, schön, dass der Pole auch mal was zu verschenken hat: http://www.myspace.com/kaskband 7/10

No comments:

Post a Comment