Monday, August 29, 2011

ALTAR OF PAIN - The Ritual Has Begun - Cd


Ich weiß nicht … ALTAR OF PAIN legen da viel Blasphemie auf ihren Debütschrein, unter anderem auch ihr Demo, was mir nicht so recht einleuchtet, und trotz feuriger Unterstützung brennt die Flamme der diabolischen Vernichtung nicht heiß genug um uns armen Sündern das Jüngste Gericht schmackhaft zu machen. Das Quartett bestürmt uns mit anständiger Durchschnittskost, zeigt wie sehr sie doch Death Metal Fans sind und dem Hörer das häufig mit der Brechstange beweisen wollen. „The Ritual Has Begun“ versteckt ihre guten Gitarristen und den ganz fitten Drummer überhaupt nicht, die eher virtuosen Parts sind auch überzeugend, die Riffs hingegen wie alter Kaugummi unter abgelatschten Wanderstiefeln, ausgeknatscht und lästig. Schließlich hat es einen Grund, dass die jemand in den Staub gespuckt hat. ALTAR OF PAIN können also durchaus ansprechendes bieten, paaren das aber mit trister Langeweile. Warum nur, so ein Hollywood – Starlet vögelt doch auch nicht den einbeinigen Gärtner. Wahrscheinlich sollte ich das nicht überbewerten, vielleicht ist das gegenüber der Band auch nicht fair (Sorge ich mich um Fairness?). Fest steht, dass die sich mit ihrem letztjährigen Demo ganz gut aufgestellt haben, die aktuellen Songs da aber scheinbar nicht mehr rankommen. Die vorangegangene Brutalität und Zügellosigkeit ist zahmeren Gitarren und sensiblerem Tempo gewichen, da hat sich der Wind der Innovation etwas gelegt. Dann ist es wohl doch ganz brauchbar, dass das Demo zwischen die neuen Nummern gestreut wurde, gegen das Vergessen. Vielschichtiger sind sie mit ihren ersten Schritten gewesen und die Stücke sind heute auch die Besten auf der Scheibe. Um unter dem Banner des teuflischen Todesbleis zu marschieren, taugt das Gesamtwerk aber dennoch, denn es ist auch mit seinen Aussetzern in der Lage so einiges an menschlichem Vegetieren zu zermalmen. Wo die Hitze und das Gewicht fehlen um dauerhaft Druck im Boiler zu erzeugen, da helfen die sich selbst mit straighten Marschtempo und unerschütterlichem Glauben an die Schärfe des eigenen Schwertes. Und wo Death Metal nicht mehr ausreicht, erfährt derjenige, der nicht beizeiten einen Schritt zur Seite macht, dass sich mit verhaltenem Hang zu schwarzer Musik leicht viel Schaden anrichten lässt. ALTAR OF PAIN ist stark bei seinen schnellen Nummern, Blast steht ihnen gut, abgenudelte Gitarrenriffs sind jedoch überflüssiger als ein verstopfter Badezimmerreaktor. Fazit: Hierfür müsst ihr euch nicht warm anziehen, ein echter Teufelsbraten ist um einiges rigoroser in seinen Gebaren. Wer jedoch einen sicheren Todesritt auf des Schnitters Schimmel machen will und nicht vorhat abzustürzen, der kann sich gern das Zaumzeug von ALTAR OF PAIN geben lassen. http://www.myspace.com/altarofpainbrutaldeath
6/10

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