Monday, August 22, 2011

PENTACROSTIC - The Pain Years - Cd / Murder Records u.a.


Seltener war ein Albumtitel bezeichnender! Nach 22 Lenzen Bandgeschichte erwartet man grundsätzlich zweierlei. Entweder eine Band ist so erfolgreich, dass sie mit ihrer Musik auf Elefantenbeinen steht, und sie nichts mehr umhauen kann, qualitative beinahe so unantastbar geworden ist, dass sich keiner mehr ran traut, oder sie sind so beschissen, dass sie Kultstatus haben und keiner mehr Lust hat, sich ran zutrauen. PENTACROSTIC weisen einen dritten Weg auf, die sind so banal, dass es von Rechtswegen dauerhaft aus Maul geben müsste. Mit dieser überflüssigen Kompilation präsentieren sie eine subjektive Zeitreise ihrer kaum vorhandenen Karriere und lassen meine Nackenhaare dauerhaft im Clinch miteinander zurück. Beginnend mit damals noch zeitgemäßem Death Metal, verwandelt sich die Band in ein grässliches Black Metal Gespinst, später wird auch ein profaner Viking – Verschnitt draus und letztendlich geht’s zurück zum mittlerweile verschütteten Death Metal Pfad, auf dem es sich nur schwerlich wieder Fuß fassen lässt. Bevorzugt sind da wohl (teilweise) skandinavische Einflüsse und Autopsy, mit beiden können sie allerdings nicht Schritt halten. Wenn ich´s mir recht überlege, habe ich mich selten so gelangweilt, da wird die Unterhose allein von sitzen braun und bei denen passiert nichts. Ich bin mir sicher, die hören sich selbst beim schlafen zu und nutzen die schnarchende Stille als Inspiration für gar nichts. Nicht umsonst wird das Unding von gleichzeitig 7 kleinen Labeln vertrieben, da offensichtlich keiner die alleinige Verantwortung übernehmen wollte, so viel gute Zeit ans Kreuz zu schlagen. Alles was aus dem trockenen Abort der Band rückwärts geboren wird war mit Bestimmtheit schon besser da oder wurde bei anderen gleich als unbrauchbar zwischen zwei Kisten Bier wieder verworfen. Am schrecklichsten aber sind die Ausflüge ins schwarze Satanskostüm, so viel intestinaler Pandaismus ist schon beinahe peinlich. Einer Band, die ihren Stil beliebig in den Wind dreht, mangelt es an Rückgrat und Talent. Verdammt, die sollten nach all den Jahren eine Institution sein, gehören aber tatsächlich in ein Institut. Dort müsste erforscht werden, warum eine Gruppe von Menschen so hartnäckig an etwas hängt, das sie entweder gar nicht wollen oder überhaupt nicht können. Ist die menschliche Natur so widerwillig oder sind sie wieder willig ihre Schwänze voreinander zu schwingen, ohne auch diesmal ein orgiastisches Hochgefühl zu erleben. Hinzu kommt, neben dem Fakt, dass die Musik reichlich versalzene und angebrannte Grütze ist, dass der Sound über weite Strecken schwankt und teilweise gar nicht zu ertragen sein dürfte. Ernsthaft Kinder, wenn ihr in Erwägung zieht solchen Schrott zu kaufen, dann könnt ihr eure Stütze auch gleich an Mutter Merkel zurückzahlen. Ich vergebe 3 Punkte in Anerkennung eines dauerbreiten Geisteszustandes der Typen die das hier verzapft haben.
3/10

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