Wednesday, August 31, 2011

SPASM - Taboo Tales - Cd / Rotten Roll Rex


SPASM – der quälende Krampf im Handgelenk vor dem ersehnten Höhepunkt. Meine verehrten Herren, das hat jetzt ein Ende! Meine Lieblingsfreibadmodefetischisten sind zurück. Zurück mit legendärem B & B Grind, Bass und Badesuite. Schön, wenn jemand sein Talent richtig einzusetzen weiß, in diesem Falle Ochsenfrosch Radim, der seine sexuelle Schwungmasse in den Borat zwängt wie der bayrische Schlachter die Weißwurscht in den Darm. Beides wird immer enger und Radims Verhüllung zudem gefährlich knapp. Aber Schönheit brennt sich individuell in die Linse des Betrachters und Frauen stehen auf so was. Davon will das neue SPASM Album 18 Hymnen singen … oder so. „Taboo Tales“ wandelt auf den Spuren von Mel Gibson, denn es weiß was Frauen wollen, Dildos, Zutritt durch das Hinterstübchen, Masturbation, angeblich sich sogar vollkotzen lassen. Ich werde Frauen wohl eher nicht begreifen. Nun gut, für jene die noch dazu lernen müssen, sind SPASM so freundlich ein vertontes Lexikon zur Erkundung femininer Bedürfnisse zur Verfügung zu stellen, und einen kleinen Obolus zur Kostendeckung zu verlangen. Füllt eure Wissenslücken und erhöht eure Chancen auf ein spannendes Techtelmechtel in den Kissen. Eine Erfolgsgarantie dürft ihr natürlich nicht voraussetzen, SPASM geben zwar eine immense Steilvorlage, aber letztendlich ist ein jeder seinen Glückes Masturbator. Schön auch der Albumtitel, ich gehe mal davon aus, dass er sich mit der weltberühmten Erotikserie aus den 70ern beschäftigt (kenne ich nur vom Hörensagen) und innerfamiliäre Bedürfnisse aufgreift. SPASM haben also umfassend recherchiert, ein komplexes Sittenbild am Kragen gepackt und daraus einen wundervollen Orientierungsleitfaden geschaffen. Das Standardwerk für den Mann kommt in Hochglanzoptik, edler Verpackung und einem im Miniposterformat fotografierten Anleitungsbogen. Die Zufriedenheit und das Glück in den Augen der dort abgebildeten Frau sprechen Bände. Es brauchte sicher Mut und umschifft wahrscheinlich nicht jede mediale Anfeindung um so was Bedeutsames auf den Weg zu bringen. Aber Gott sei Dank ist es da und leitet den modernen Mann detailverliebt an, seinen Testosteronhaushalt in die für ihn geeigneten Bahnen zu lenken, und der schwachen Seite hinter Herd und Waschmaschine auch mal was Gutes zu tun. Musikalische Begleitung gibt es natürlich auch, schön in tiefgepflanzter Basslage (Kinderspiel ohne Gitarre). Das löst erotische Schwingungen aus und verleitet die Mädels unterbewusst, sich in einer Horizontalposition entspannen zu wollen. Was soll ich noch sagen, Beate Uhse hätte mit so vielen hilfreichen Tipps ihren Umsatz nachvollziehbar gesteigert. Die Fachwelt wird um diesen Born des Wissens nicht mehr vorbei kommen. Wartet nur auf das Feedback der Damen, die es damit zu erobern gilt, ihr werdet euch wundern.
9/10

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