Friday, December 9, 2011

SACRIFICIAL SLAUGHTER / ENFUNERATION - American Death Thrash - Cd / HPGD Prod.


American Death / Thrash ist ein Trademark, das wohl bezeichnender für diese Split nicht sein könnte. Zumindest für den ersten Part, bei dem SACRIFICIAL SLAUGHTER mit unglaublicher Vehemenz die Felle verdreschen. Würden sich die Vocals nicht aus diversen, inhumanen Klangwelten zusammen setzen, hätten wir es mit einem beinahe lupenreinen Thrash Act zu tun. So aber, gepaart mit sehr engagiertem Drumming, wird Death Metal daraus. Na ja, und die Schnittstelle von beidem bestätigt den Titel der Scheibe. Die 5 Stücke, die sie sich wagen uns um die Ohren zu hauen, sind die ersten seit der 2009er Scheibe, infolge dessen sie 2 mal auch unseren Landstrich recht beachtet gequert haben. Und wenn eines nach Bestätigung sucht, dann der Fakt, dass die Band beinahe erschreckend zielstrebig am eigenen Vorankommen arbeitet. Selten habe ich Songs gehört, die wie aus einem Guss klingen und trotzdem in sich selbst variieren, dass es nicht unmöglich wäre, auf halbem Weg die Orientierung zu verlieren. Das wichtigste scheint mir aber das straighte Songwriting zu sein, das mit purer Aggressivität und inhaltlicher Fettleibigkeit so manche ignorante Mauer zum Einsturz bewegen kann. Der immensen Fülle an nackenbrecherischen Gitarrenriffs kann sich kaum etwas wiedersetzen. ENFUNERATION müssen sich im Nachklapp ganz schön was einfallen lassen, um da mitzuhalten, und das nicht nur, weil sie in unseren Gefilden noch ein unbeschriebenes Blatt sein dürften. Die stehen dann auch für Death Metal alter Prägung, mit schön Wut und Raserei im Arsch. Und tatsächlich ist das etwas, worauf sie sich ohne zu großen Respekt vor alten Hasen, sehr gut verstehen. Das Label wirbt mit Vergleichen zu Asphyx und Autopsy, dafür sind sie mir aber eigentlich viel zu schnell und zu wenig morbide. Ich sehe sie eher bei Massacre oder Monstrosity. Kaum wirklich technisch, aber auch keinesfalls primitiv, sondern eher mit relativ hoher Drehzahl alles unwegsame plattwalzend. Das dabei Stücke gelingen, die über eine erweiterte Halbwertzeit verfügen, sollte nicht verwunderlich stimmen, denn hier tut sich eine weitere Band mit Potential auf. Eine die darauf verzichtet eine neue Schublade aufzuziehen, sondern sich lediglich am kompletten Inhalt der Kommode zu bedienen weiß. Über musikalische Fingerfertigkeit gilt es bei beiden Bands nicht zu streiten, da kommt ein wirklicher „Fünffinger - Schlagring – Strauß“ brutaler Innovationen zusammen. Coole Ideen, eingängiges Geschmetter am Nerv dessen, was die Fans hören wollen und auch verdauen können. Sicher wäre auch noch mehr drin gewesen, aber beide Abrissunternehmer beweisen apokalyptische Genauigkeit und das reicht um das Ende schmackhaft zu machen. American Death / Thrash ist eine funktionale Formel um beherzt Ärsche und Schädel zu zertrümmern, also, stellt euch gefälligst an!
8/10

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