Monday, January 30, 2012

ENCEPHALOPATHY - Promo Ep 2011



So ein satter Hirnschaden ist schon eine ernst zu nehmende Sache. Wenn dann plötzlich der Sabber läuft, die Augen einen 360° Radius erfassen und das sonst wohlsortierte Gedankengut schief unterm Dach steht, wie Stahlträger in einer Bombenruine, dann ist die letzte Uhr abgelaufen und der Weltuntergang für den Rest der Menschheit spielt nur noch eine rudimentäre Statistenrolle. Wenn das auf den neuzeitlichen „Homo Metallicus Debilus Errectus in der Hosus“ zutrifft, fundamentiert sich da ein noch verstörenderer Ableger der Gattung Cerebralmatschkamerad. Ursächlich ist hier in der Mehrzahl der Fälle vielfache, zu forsche Kopfbewegung, bei der das Gehirn an der Schädelinnenseite massiven Schaden nehmen kann. Die Folgen können für den Betroffenen katastrophal sein. Es wird berichtet, dass Geschädigte nicht mehr in der Lage waren, Flaschen fachmännisch zu entkorken, geschweige denn Bier und Schnaps sicher zum Mund zu führen. Da wurden plötzlich Feuerzeuge, Zähne, Campingtischkanten, in einem Fall sogar eine Achselhöhle benutzt und die Hälfte der Getränkekörperinhalte ergoss sich über Boden, Mobiliar und Bekleidung. Häufige Symptome sind auch plötzliches Einschlafen, unabhängig von Ort und Zeit. Nach einem 90° Fallereignis wird einfach liegen geblieben, wo der Körper gerade einschlägt. Das sogar kopfüber in mobilen Kunststoffaußentoiletten. Ein anderes sicheres Zeichen für diese spezielle Form der Erkrankung sind seltsame, nicht verifizierbare Arm-, und Handgestiken, bei denen die Finger vornehmlich in abstrakten Figuren in alle möglichen Richtungen abgespreizt werden. Lediglich der Vuilkaniergruß ist noch nicht beobachtet worden. Dafür aber das alte Ritual des Pioniergrußes aus der ehemaligen DDR. Da ergibt sich dann folgendes Bild: Eine durchgedreht Meute Gleichgesinnter stampft auf staubigem Boden einen nicht unbedingt exakten Kreis in die ausgedörrte Wiese, ähnlich eines Fruchtbarkeitsritus bei primitiven Völkern. Dabei schwenken sie einen Arm in einer Art militärischem Gruß über dem Kopf, und wackeln im Handgelenk. In fortgeschrittenen Stadien werden beide Arme zu Hilfe genommen. Da rennen sie dann wie Braunbären auf LSD hintereinander her, ziehen Grimassen, grinsen, glotzen böse, gurgeln und brüllen, verdrehen die Augen. Opfer, die erst mal so weit geschädigt sind, können nicht wieder zurück geführt werden. Denen hilft nur eine gezielte Musiktherapie mit dem sogenannten Brutal – Slam – Death. Eine der neuen Einrichtungen in unsren Landen, die sich darauf spezialisiert hat, heißt bezeichnenderweise ENCEPHALOPATHY. Wahrscheinlich um den Erkrankten die Orientierung zu erleichtern. Aus persönlicher Erfahrung kann ich deren Konzept sehr empfehlen, auch wenn angebotene Leistungen von gesetzlichen Krankenkassen noch nicht übernommen werden. Informiert euch hier und lasst euch, oder euren Angehörigen Hilfe zukommen: http://www.facebook.com/ECP388
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