Friday, January 20, 2012

GRONIBARD - Satanic Tuning Club Turbo - Lp Re – Release / Kaotoxin


Kaotoxin legen Gronibards 2005er Mini “Satanic Tuning Club“ noch mal in Vinylform auf. Nach dem Warum stellt sich hier nicht die Frage, sondern nach dem Wie. Und zwar wird es 4 verschiedene Versionen geben. Eine jede ist mindestens noch mal um 15 Stücke erweitert, die das Kernstück umkreisen, wie drogensüchtige Asteroiden ihren Dealerplaneten, und dabei das bestehende Bandchaos ungewollt auf die Spitze treiben. Dazu gehören seltsame Akustikstücke und blödsinniges Acapella. Alles bisher unveröffentlicht, und da muss ich dann nicht mehr fragen, warum! Zusätzlich variiert wohl jede Version im Layout und Inhalt. Da gibt es die „Ultra Gay Edition“, mit nur 5 handnumerierten Exemplaren, die lediglich bei eBay an die meistbietenden verhökert wird. Dann die nur noch „Gay Edition“ mit 2 weiteren Bonussongs und möglicherweise noch anderem Schnick Schnack. Die „Bi Edition“ ist dann in transparentes Vinyl gestemmt“. Na und dass die „Hetero Version“ eine schnöde, langweilige ist, sollte bei dem der die Band kennt, kaum Verwunderung auslösen. Wer an das Gute im Menschen glaubt, der wird die Finger von allen 4en lassen, da die Vernunft des Individuums als solches stark angezweifelt werden muss, sollte es sich seriös mit diesem debilen Schenkelklopfer beschäftigen wollen. Das geht nur, wenn die eigene Humorgrenze auf Höhe der Igelhochsprungweltmeisterschaft liegt. Dem Schöpfer sei es gedankt, dass sich darum niemand Sorgen machen muss und die Band ihre Platten schon los werden wird. Musikalisch hat das Ganze natürlich den Nährwert einer Ananasdiät und verursacht bei jenen, die das Musikbiz zu ernst nehmen nur Dünnschiss, weil sie das was sie da hören müssen, ebenfalls für welchen halten. 3 Akkorde und nasale, alberne Chöre reichen völlig, um eine halbe Stunde (hab nicht auf die Uhr gesehen) Freizeit in den Skat zu drücken. Das klingt häufig so dilettantisch, dass die sexuell unangepassten Franzosen, deutlich einen am Schlitten haben müssen, um das auch noch als Gegenentwurf zum guten Geschmack zu veröffentlichen. Ehrlich gesagt, doof und lustig hin und her, aber einiges hätten sie sich ruhig schenken können … aber nicht uns! Der Unterhaltungswert ist ungleich höher anzusetzen, zumindest wenn man auf schwule Exhibitionisten steht, die wiederum einen Steilhang zu rosa Tütüfetzen und gelben Comicfiguren haben. Das ist Blödsinn mit nicht zu fassender Methode, aber das kommt sicher davon, weil alle Welt von unseren westlichen Nachbarn ständig Kultur und feine Küche erwartet. Unter solchem Erwartungsdruck sind schon ganz andere zusammen gebrochen. Warum auch sonst entwickeln die Amphibiengourmets ein Suchtverhalten bezüglich billigen Landweines am Vormittag. Wem die alltägliche Verblödung durch das mediale Desaster noch nicht genug ist, der kann das hier gern noch oben drauf packen. Aber Vorsicht, niemand steht dafür gerade, wenn ihr den Saal dann nicht unbeschadet verlasst!

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