Monday, February 27, 2012

KING - Forged By Satan's Doctrine - Cd / Deathgasm Records


Diese den Gehörnten anbetenden Typen aus Kolumbien haben sich doch bestimmt die Birne mit Schnee der Hausmarke zugedröhnt. Wie sonst könnte jemand in fahrlässiger Selbstüberschätzung im Strom von Bands wie Morbid Angel oder Deicide schwimmen wollen, und dabei so dümmlich sein, die Luft in den Schwimmflügeln nicht zu überprüfen. Hail to the King? … ich glaub nicht. Zum einen ist der ganze Satanskram irgendwie überholter pubertärer Unsinn, den keiner außerhalb einer Hirngeschädigtengruppe mehr ernstnehmen sollte. Die hier predigen unter unseliger Vermischung mit dem Lovecraftschen Universum, schwarzen Flammen aus der Hölle. Und das mit dem Versuch einer doppelvokalen Ernsthaftigkeit, dass ihnen der Leibhaftige sprichwörtlich aus der frontalen Rosette springt. Albern irgendwie ! Und zum anderen ist die Musik, die technisch wahrscheinlich nicht mal schlecht ist, so arm an eigenen Ideen, dass jemand der von Kreativität leben müsste, schon in seiner letzten Existenz, quasi rückwirkend verhungert wäre. Dazu ist das dann noch mit Blechhütten – Sound zu ertragen. Empfehlenswert ist das Album ausschließlich jenen, die sich die Festplatte unter unbekannten Zwängen wollknallen müssen, Death Metal Monks ohne Natalies´. Ich kann und will doch gar nicht daran zweifeln, dass das unheilige Quartett in überaus böser Absicht handelt und festen Herzens daran glaubt, mit „Forged By Satan's Doctrine“, die Feuer der Hölle zu schüren und ein gänzlich neues Brandeisen zu schmieden, dass den gebeutelten Christen ein weiteres mal übergezogen gehört. Aber mal ehrlich, wer so schwach auf der Brust und im Kopf ist, und lediglich die großen Vorbilder schlecht kopiert, bringt ganz sicher nur den Heiland dazu, sich vor Lachen am Kreuz zu biegen. Beinahe alle Songstrukturen, von Aufbau über Tempovariationen bis hin zu Konzept und vokaler Intonierung haben andere vor Jahren wesentlich überzeugender dargeboten, einst sogar als Novum etabliert. Das hier ist eher wie eine drittklassige deutsche Fernsehserie, die den Erfolg wesentlich teurer amerikanischer Vorbilder abgreifen will und damit zwingend scheitern muss. Die werfen mit Begriffen wie blasphemisch und unheilig, Hass und dem ultimativen Bösen herum, was nur die Vermutung nahe legt, dass alle Vier noch zu Hause wohnen und ihre geschwungenen Hörner auf dem Weg zum Erwachsenwerden nicht schnell genug abstoßen können. Mit so einer Attitüde purzelt dann halbwegs gare und verträgliche Musik vom Drogendumper, die aber vom nachfolgenden sofort wieder überrollt wird. Ist nicht wirklich schade drum. Solltet sich jemand wider Erwarten für mittelmäßige Blaupausen begeistern können, dann kann ich auch nicht mehr helfen, im Zweifelsfalle holt aber lieber die alten Platten der Originale vom Speicher!
4/10

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