Thursday, April 26, 2012

ASILENT - Recalibrated Chaos - Mcd / Self Released

Um eine lobenswerte grobmotorische Leidenschaft bezüglich stählerner Prügelei mit betonter Knüppel auf den Sack Mentalität in ein zielsicheres Sturmgeschütz zu transferieren, bedarf es einer Besatzung mit stoischem Willen und breiter Geschmackspalette. Eben diese Eigenschaften zur Justierung der nicht unbedingt selbst erdachten aber gut gebauten Todeslafette besitzen Asilent aus Singapur. Die füllen ihr Rohr mit klar gestrickten Cannibal Corpse Schrapnells, den dicken Eiern und der Abgebrühtheit von Skinless und den grindigen Überrollbügeln von Leng Tche´. So bezirzt die Leadgitarre mit beinahe krankhaft melodiöser Periskopsicht, getarnt durch mörderische Riffs, und rollt auch mit unterschwelligen Grooveketten über den Leichenacker. An der Peripherie wird mit rudimentärer progressivem Schliff etwas Feinarbeit geleistet und schon kann das Ziel aufs Korn genommen werden. Der Fronter gurgelt unverständliche und schwerlich als menschlich einstufbare Befehle in den Kampflärm und bereits die ersten Einschläge verursachen maximale Verluste hinter den feindlichen Linien. Vollgas ist die Maxime, um dem Gegner keine Zeit zur Verteidigung zu lassen und mit lautem Getöse so viel Staub wie möglich aufzuwirbeln. Das verschleiert auch bei mir etwas die Perspektive…vermutlich. Aber so funktioniert brutaler Death Metal nun mal. Asilent haben nach einem Demo und diversen Samplerbeiträgen den Arsch aus dem Bottich gehoben und eine 20 minütige Mini über den Tisch gereicht, die sich vor etwaiger Konkurrenz nicht fürchten muss. Technisch sauber wie gleichermaßen rigoros in die Fresse und mit überzeugender Soundqualität bemüht sich der Vierersturm mit einigem Erfolg Punkte auf dem eigenen Konto zu sammeln. Ob sie nun zur lyrischen Erquickung Charly „White Album“ Manson, Horden von Untote ins Rennen um den Thron aus Blut und Perversion schicken, oder das Chaos als solches glorifizieren, bleibt da beinahe nebensächlich. Blutiges Geballer zieht blutige Klischees nach sich, was soll´s! Wichtig ist nur, dass die immer genug Auftrieb haben um die Flughöhe bei diesem Wahnsinnstempo zu halten, denn da bleibt kaum noch Zeit zum navigieren. Aber vor möglichen kreativen Einbrüchen vermittelt das Quartett keine spürbare Panik, denn Asilent agiert wie ein potentes Überfallkommando, das noch deutlich länger durchhalten kann, als eine schlappe 1/3 Stunde. Abzüglich der offensichtlich unabdingbaren Intros, in denen der gestörte Bush palavert oder uns Bleihagel um die Ohren fliegt, bleibt unterm Strich sogar noch weniger. Will ich aber nicht dran rumningeln, denn das was Netto an Musik auf dem Bolzen landet, ist jede Sekunde wert. Müsst ihr euch selbst mal auferlegen, die Ep gibt es diesseits der Weltkugel bei Morbid Generation,
8/10

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