Wednesday, July 4, 2012

MORBID EXECUTION - Vulgar Darkness – Cd / Dark Descent


MORBID EXECUTION ist an trivialer Belanglosigkeit nur mit Mühe zu schlagen. Vor 10 Jahren oder etwas in der Art als Seitenprojekt der polnischen Brandstifter Throneum gestartet, bespuckt uns heute ein überflüssiges Debüt mit fadem Rotz. Als Orientierungshilfe sei mal 80er Black/Thrash erwähnt, der von den damaligen Aufstrebenden ziemlich genau so primitiv gehobelt wurde, die waren aber zur richtigen Zeit … na ihr versteht schon. Hinzu kommt häufig verwendeter Punkrhythmus mit eng beschränktem Akkordvermögen, doomige Nervtöter und vereinzelt 70er Metal Riffs mit Rockattitüde aus der Mottenkiste. Vor allem die langsamereren Stücke scheinen rein gefühlsmäßig kein Ende zu nehmen, ziehen sich wie alter Schlüpfergummi um den ausgedehnten Feinkostäquator und langweilen auf das Schrecklichste. Auf ihrem ganzen Weg durch 7 holprige Songs bleiben MORBID EXECUTION beschaulich und überschaubar. Sie fordern von uns keine große Aufmerksamkeit und verlangen auch nicht, dass wir irgendeine tiefere Bedeutung in ihr Treiben deuten. Ich kann jetzt klar sehen, nachdem ich mich mehreren Durchläufen gebeugt und meinen Feinsinn geopfert habe, ich verstehe worauf das hinaus läuft, die wollen nur spielen und nicht beißen. Geht ohne Zähne auch nicht, das ist dann nur warmes Sabbern. Die Behauptung, dass auf dem Album überhaupt nichts passieren würde, wäre zwar gemein überzogen, irgendwie biegen die sich schon was zusammen, aber eine berechtigte Frage schwebt wie die Klinge der Guillotine über dem Nacken von Marie Antoinette, wer braucht so vernichtend billiges Geknarze? Das Fallbeil der Polen ist noch nicht mal ansatzweise geschliffen, das läuft bei Verwendung eher auf stumpfes Trauma als auf Kopf ab Garantie hinaus. Selbst der Sound verursacht einen pochenden Schmerz an sonst gesunden Zähnen und hält meine Begeisterungsfähigkeit an der kurzen Leine. Das Duo versucht böse und gemein den bleichen Kinderschreck zu geben und enttäuscht doch nur. Die Blumentopfindustrie muss Angst vor dem Aussterben haben, denn damit lässt sich keiner gewinnen. Ich denke „Vulgar Darkness“ wird sich in einer eben solchen irgendwann ihrer Irrtümer bewusst und findet hoffentlich einen gepflasterten Pfad ins Licht. Bis dahin bleiben sie in ihrer eigenen Dunkelheit gefangen und krächzen höchstens mal aus den Schatten großer Vorbilder. Interessant ist die Cd wohl höchstens für von Taubheit bedrohte Nostalgiker, die die Hälfte ihres Bierfrühstücks unter der Parkbank dem Leibhaftigen opfern. Und der Herr Teufel in Persona wird sich von so was nicht hinter seinem warmen Ofen vorlocken lassen, außerdem kann er kein Bier mehr sehen. Fazit: Vulgärer Blödsinn ohne Herausforderung. Reicht gerade noch um Katzen in der Zinkwanne zu ersäufen.
3/10

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