Sunday, July 1, 2012

WHORETOPSY - They Did Unspeakable Things - Cd / Torture Music


Sie haben unaussprechliche Dinge getan! Das Erste war, dass sie als Australier mit dicken Testikeln in den Wind pinkeln und dieses Album aus dem Folterkeller haben entkommen lassen. 2. sind sie über die Maßen plakativ, dass der Sud aus blutigen Klischees und hoffentlicher Selbstironie an den Waden kleister wie ein britisches Nebelmoor mit Hund. Zum Dritten überfallen sie uns mit so gar nichts sensationell Spektakulärem, außer dem Glauben mit ausgereizten Schweinerein zu schockieren, dabei machen Kinder in der Grundschule schlimmeres durch. Aber das ist alles gar nicht schlimm, gehört es wohlweislich dazu, wenn so eine Slam Band mit ihren Beat Downs und Grooves wie auch Blast an der Tür klingelt und mit einem Cover winkt, das so besonders eklig ist, dass es die Frauenschutzbeauftragte des Deutschen Bundestages auf den Plan rufen wird, die das Teil einzieht und der Kanzlerin rät, alle diplomatischen Beziehungen zum Kängurustaat abzubrechen, da dort scheinbar perverse Rotznasen den schützenden Händen der Staatsobmnacht entschlüpft sind und eine Gefahr für den femininen Weltfrieden darstellen. Zu sehen ist die nackige Olle, die bei allen Slam Bands halbtot und verprügelt auf dem Cover lümmelt, nach der Nudelattacke in den Dreck geworfen. Nur die Variation der Positionierung schließt auf einiges an kranker Qualität. In musikalischer Hinsicht ist das was sich da vom Album rollt natürlich brutal wie die Hölle, selbst oder gerade weil es nicht das anspruchsvollste unterm Sternenzelt ist. Stampfen, gurgeln, kreischen, das Tempo immer schick von links nach rechts schieben. Wichtig scheint unabdingbare Nachvollziehbarkeit, denn als geplagter Konsument besteht zu keiner Zeit Gefahr, aus dem Tritt zu kommen. Um der schnöden Einheitstour doch etwas zu entgehen, haben sie stellenweise einige Hooks gesetzt, die die Stücke immer mal wieder etwas umgraben und sozusagen kreativen Ackerbau unterstützen. Zumindest wird die Furche mehr als nur gerade aus durchgepflügt. So zum Beispiel das Instrumental am Ende, das trotz Keyboard nichts an Härte verliert. Unterschwellig sind auch immer mal wieder Melodien versteckt, sowie technisches Aufglimmen. Die Essenz des Death Metal ist den Bekloppten vom Gegengewichtkontinent nicht abhanden gekommen, denn da blüht weit mehr als nur „uffta uffe Omme“. Muss man halt nur hinhören, dann macht´s Spaß. Die reinen Slam – Attacken geben selbstredend nur das her, was auf der Einkaufsliste des zu Erwartenden steht. Für nonkonformes Schädelspalten ist „They Did…“ vielleicht etwas zu oberflächlich im Allgemeinen, für den, der in allem was geschissen wird die anspruchsvolle Erdnuss sucht, keinesfalls erstrebenswert. Aber Wanderer, kommst du nach Slamistan, verkünde dort, du habest uns hier liegen sehen, mit den Herzen unsrer Feinde in der Hand und das Hirn mit Blei gefüllt. Die Knochen gerbrochen, mit Blut besudelt und ein seliges Lächeln auf unsern sterbenden Gesichtern. Denn wir waren in der Schlacht und die Posaunen, die die Mauern einstürzen ließen, hießen Whoretopsy. Also, wenn ihr gute Laune beim Fleischhacken braucht und gern den Ton bei Pornos wegdreht, dann kann euch gerade kein besseres Album passieren.
7/10

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