Wednesday, August 8, 2012

BLOODTRUTH - 2 Song Promo 2012


Brutal und unbeirrt packen 4 Italiener den Papst bei den Eiern, schütteln zornig und lassen erst los, wenn das letzte graue Haar zu Boden rieselt. Die ziehen ganz schön vom Leder und können es sich musikalisch auch leisten, knüppeln sie sich doch im Stile von Cannibal Corpse durch ihre zu kurze Promo. Allen voran arbeitet ein irrsinniger Blastdrummer am Schmiedehammer und formt das Instrumentarium nach seinem Gutdünken. Die Bässe werden getreten wie eine auf Akkord programmierte Industrienähmaschinen, Becken und Toms munter rauf und runter gespielt und das Snare ins Katzenfellmartyrium geschickt. Davor steht eine Leadgitarre bei der technisch und auch vom Sound alles zu stimmen scheint, selbst wenn die Riffs nicht spektakulär sein mögen, so ergibt das Gesamtbild doch zumindest eine souveräne Stimmigkeit, wenn auf den tiefen Seiten ein brutaler Rhythmus geritten wird, einige Hooks gesetzt werden und auch die hohen Seiten kurze Auftritte haben. Der Sänger growlt mit beeindruckender Puste tiefe, kehlige Vocals und ein Bass existiert sicher auch irgendwo, kommt aber nicht so wirklich zur Geltung. Scheinbar macht er nur den Sound dicht, der übrigens schön schwer ist. Am liebsten mag ich aber die Drums, die mal links und mal rechts aus den Boxen fliegen und unbedingt gehört werden wollen, sich quasi um Aufmerksamkeit prügeln. Der Typ hinter dem Kit ist der unbestrittene Star im Bandcorpus, denn ohne ihn wären Bloodtruth beinahe nur ein Abziehbild berühmter Ahnen, so aber macht einer aus dem Hintergrund einer ganzen Death Metal Kanonade Feuer unter der Haube. Mit solchem Rückenhalt überschlägt sich das Geschehen beinahe, wenn auch stets berechenbar und immer nachzuvollziehen, so erfreut mich doch bestandsgeschütztes, gnadenloses Bangerfutter, das bei keinem Anschlag zu kompliziert erscheint und doch einen gewissen persönlichen Anspruch vermittelt. Nicht dass irgendwer Angst kriegen müsste, der rote Führungsfaden würde sich verheddern. Massive Riffs wechseln mit kurzen Solis, zu viele nervige Wiederholungen werden ausgeklammert und Timingprobleme ist definitiv kein Thema. Diese 2 Stücke, die das erste Luftholen einer neuen Band sind, stehen für beständiges Gas geben und schwere Leads aber auch für atmosphärische Untermalung. Wenigstens dann, wenn sie Popengebete einbauen und die Tafel des letzten Abendmales umstoßen, obwohl sie keine klassischen Christenhasser im plakativen Sinne sein dürften, eher Kritiker am modernen Machtapparat. Zu so was eignet sich die Musik bestens, immer feste druff! Momentan schrauben sie wohl an einem kompletten Album, und bei den Anlagen die sie im Säckchen haben, als auch des fast brillanten technischen Know-hows das immer mal wieder durchblitzt, kommt da ein interessanter Fleischstampfer auf uns zu. Macht mal eine Kerbe ins Taschentuch!
8/10
http://www.facebook.com/bloodtruthband

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