Wednesday, August 22, 2012

KATAPLEXY - Promo 2012


Nachdem uns Chicagos´ Prügelknaben im letzten Jahr ein wahrhaft brutales Album übergezogen haben, aalen sie sich nicht in laszivem Müßiggang und schieben eine 3 Song Promo in die Bahn. Wenn aus diesem Ansatz ein neues Baby schlüpft, können wir uns auf einen wirklich hässlichen Bastard gefasst machen. Einen den nur die Mama abschlabbert und knuddelt, weil er fies und zornig ist und bereits mit einem Steifen aus der Ritze schlüpft. Mich erinnert der Knüppelakt mit angehängter Coolness ja stark an Skinless, von irgendwo her muss der Funken der Inspiration ja kommen und den Busch in Brand setzen. Fein aber zu hören, dass sich Kataplexy nicht auf banalen Diebstahl durch fremde Schlafzimmer kopulieren, sondern auch die eigene Bettdecke kräftig aufschütteln. Was die beispielsweise wiederholt mit dem Bass machen, hat etwas von Jazz, gepaart mit der Groove eines synapsenklatschenden Tütchenkonsumergebnisses. Vor dem Verdacht irreführender Progressivität muss sich aber nun keiner fürchten. Dafür hacken die nur zu gern im typischen US Death Metal Standard verblüffte Köpfe von schwachen Schultern, vögeln Hetzern ein zweites Arschloch in die Fissur, und lassen nicht locker, solang die Instrumente eingestöpselt sind. Nur ist es heute eben wichtig, hier und da seinen eigenen Haufen abzusetzen, um den Weg als den Individuellen zu markieren, anderen die Chance zu lassen, sich im Desaster der Myriaden von Schlächtercombos zurecht zu finden. Denn selbstredend ist der Hauptanteil des akustischen Blutbades nicht viel anders als das, was die Kumpels und Konkurrenten an fast allen Ecken des eirigen Planeten vom Stapel lassen. Brutales Birne in Mus transformieren, rektale Freuden in Schwung bringen, wahrscheinlich Feministinnen wie Schlampen auf den Rücken pinnen, irgendwas mit den Eingeweiden und Geschlechtsorganen machen, Kebab oder so. Und selbst wenn Kataplexy nicht so plakativ sind (die wollen die Erdbevölkerung lieber der Vergewaltigung durch eine 1000schwänzige Alienflotte zukommen lassen – glaube ich), musikalisch fällt es nicht schwer, den Faden in der Hand zu behalten. Denn Dauerfeuer, schmackige Riffs, fietschende Obertöne, dicker Basssound und Growls aus dem Ösophagus eines Höhlenmenschen, das haben wir doch schon vergöttert, als Disgorge mit „Cranial Impalement“ die Geschmäcker erschütterten und die erwähnten Hautlosen „Tampon Lollipops“ lutschten. Wer sich immer noch auf diesem Bahnhof stehen sieht, wird Kataplexy nahezu verschlingen, jeden Anschlag aufsaugen wie Koks vom Arsch einer Edelnutte. Nun heißt es abwarten und hoffen, dass die ihre Promo quantitativ mindestens verdreifachen und uns eine neue Rille in ebendieser Qualität spendieren. Bis dahin stecken wir uns eben selbst noch die Hand in die Hose. Zu Ohrenpenetration geht´s hier lang!
8/10

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