Sunday, October 14, 2012

EXECRATION - The Acceptance Of Zero Existence - Cd / Comatose Music



Wie´s so aussieht gibt’s dieses Jahr in den Rockys´ keinen Schnee, weil ansässige Zwischenweltsatanisten das ganze kondensierte Wasser aus den tiefhängenden Wolken abpumpen, um ihre überhitzten Gemüter zu kühlen. Aber so funktioniert das beim großen Bruder seit der Ausrottung ansässiger Minderheiten in der Zeit nach dem Italiener und dem Ei nun mal. Immer schön dick auftragen und nach Rekorden streben um eigene Unzulänglichkeiten zu kaschieren. Obwohl das auf das 2. Album der Band gar nicht zutrifft … das mit den Unzulänglichkeiten … wenigstens nicht flächendeckend. Viel düsterer ist sie geworden, die bandeigene Null Toleranz Nihilismus, um einiges technischer und zumeist rasend bis leicht chaotisch in der Tempogestaltung. Es bläst ein zwar brutaler aber definitiv auch sehr dunkler Sturm über die kahler werdenden Felsbrocken im Hochland des Death Metal Valley . Dem zugutekommt auch, dass die Herren zeitweise mit 3 Stimmen arbeiten, die sich häufig überlagen und damit umso mehr diabolische Kakophonie aus dem lavasprudelnden, nach Schwefel riechenden Proberaumbunker frei lassen. Spätestens ab „Serpentine Changelimng“ wird die Dauerbefeuerung immer mal raus genommen. Das ist auch zwingend nötig, bevor sich der Blastwahnsinn und das freundlich, partnerschaftliche blasphemische Gezappel zu Tode rennen. Jetzt endlich kommen vereinzelt stilechte Mid- Tempo Riffes aus den Startlöchern, so rar wie Obstbäume in der Grassteppe. Deren Grundstimmung ist zwar hinlänglich bekannt, aber die erwartet der Europäer nun mal vom Teichnachbarn. Außerdem erweisen sie sich, trotz Wiederholungsgarantie als überaus effektiv, machen die Songs nur umso brutaler. Aber auch so steht es dem Album gut ins geschwärzte Gesicht, den Druck zwischendurch etwas raus zu nehmen. Auf diese Art gelingt es den Musikern zusätzlich, ihr Werk mit mehr Authentizität zu bekleckern. So ist der größte Teil der Platte eine sehr ansprechende, ernst zu nehmende Geschichte, der der Spaß nicht verloren gegangen ist. Sprachsamples, als flehentliche Monologe gen Satan und akustische, sphärische, transzendentale Höllenszenen geben dem Bestreben, ein rigoros mörderisches Stückchen US Todessucht loszutreten, noch zusätzlichen Rückenhalt. Leider zerflattert die Absicht zu Schluss etwas, da der straighte Charakter einer eher experimentierfreudigen Laune Platz macht. Spätestens nach dem Interlude „Falling Through The Portal“, dass sich vollkommen meiner Begrifflichkeit entzieht, sorgt der  überlange Abschlußsong „The First Death“ für leichte Desorientierung. Mit schrilleren Vocals könnte man den glatt an sonnenscheue Bleichgesichter verhökern. Aber auch das vorangehende Zwischenspiel, kann nur der Versuch eines Gags sein, dessen tieferer Sinn sich mir entzieht. Da macht eine Gitarre entweder fremdverursacht Furzgeräusche, oder jemand hat die Klampfe zwischen die Boxen fallen lassen, ohne auszustöpseln. Und nun kann sie munter vor sich hin schwingend Darmgwind imitieren. Davon abgesehen weiß „The Acceptance of Zero Existence“ durchweg zu überzeugen. Vom vollkommenen Gummilassen auf der Startbahn bis hin zu wüster Härte zunehmender technischer Stärke und genug Futter für Headbanger, hat sich alles was zu einer verarztbaren Hirnprellung nötig scheint, auf dieser Rille versammelt. Am Ende die Fäden etwas straffer zusammen gezurrt, und es wäre noch mehr drin gewesen. 
7/10

 

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