Tuesday, October 16, 2012

REX SHACHATH - Sepulchral Torment - Mcd / PRC Music



Ah ja, das lässt ich ganz schnell abwickeln. König des Niedergangs, der Zerstörung, religiöser Opportunismus, was krank und heilig gleichzeitig anmutet, gib guten Stoff für Death Metal.  Irgendwo in den Tiefen der Bibel müssen die 5 kampflüsternen Republikaner aus Belfast auf diesen Gummibegriff gestoßen sein und ihn für sich vereinnahmt haben. Zumindest das mit dem König sollten sie einem deutschen Schäferhund überlassen, dafür sind sie noch nicht bereit. Der 2. Teil des Namens, na der passt natürlich zu ihrer Death Metal Band, wie zu jeder Anderen. Dann also mal den  Riemen auf die Orgel geschmissen und bewiesen, dass die Kraft der Vernichtung in Nordirland noch immer bahnbrechendes, oder wenigstens lautes Getöse verursachen kann. Aber hoppla, was kommt denn jetzt. Der Rex hat doch einfach mit der Energie von 5 Fingern alte Slayer Songs aufgenommen und sie in ein bleiummanteltes Master – Soundgewand gesteckt. Und das war’s. Statt Arayas´ Kriegsschreien gibt es Höhlenbär - artige Growls und die Instrumente sind einfach um ein paar Oktaven in den Keller getrimmt. Die technische Komponente der hohen Thrash Schule fehlt leider auch, Solis kommen eher etwas gestelzt, Drums etwas gesetzt, aber die Richtung stimmt. Die Riffarbeit zündet sofort, sägen 6 Saiten doch 1A Thrash Riffs, bekommen Soloauftritte um die Schallmauer zu pulverisieren und schmettern scharfkantig durch den Scherbenhaufen, der einst als Altlast bei den Vorreitern aggressivem Anspruchs und berechtigter Strittigkeit liegen geblieben ist. Unterm Strich ist es gar nicht mal so schlecht. Etwas arg primitiv zwar, aber flott und irgendwie ehrlich. Nun mag man zweifeln wollen, ob das Abkupfern von, vielleicht nicht unbedingt Songs, aber zumindest naheliegender Ideen von Vorvätern musikalischer Kriegsführung legitim oder sonderlich innovativ ist. Aber ich muss in diesem Falle mal den Stein Brechen und das Brot ins Glashaus donnern. Denn auch wenn Plagiatsvorwürfe nicht ganz ausgeschlossen werden dürfen, verdammt, diese krude Mischung aus 80er Thrash und ebenso altem Death Metal funktioniert fast tadellos. Vielleicht nicht gleich, aber nach einem halben Dutzend Durchläufen kann man sich damit anfreunden, wie mit dem neuen Nachbarn, der erst nach einer Woche mit der Kiste Bier klingelt. Gewiss ist die Auslegung von Tod und Verderbnis, wie sie der 5er aus der britischen Ex – Enklave propagiert gut verdaubar. Und ist es nicht immer einfacher auf einer gut geteerten Straße zu fahren, auf der man Kreuzungen und Kurven schon aus der Ferne erkennt, als mit rostiger Machete im dichten Dschungel ein Ziel zu suchen. Rex Shachath treiben ihr zukünftiges Unwesen auf jenen Äckern, deren Besitzer Gewohnheitstiere sind, und das ist auch nicht das Schlechteste. Freunde gehobenen Musikschaffens und allzu scharfblickende Korinthenkacker können derweil ihren Prosecco – Bon beim Frisör einlösen und hier mal drüber weg hören. Wegen gelungener Überzeugungsarbeit gibt es
7/10

 

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