Wednesday, October 31, 2012

SUBLEVELS - Eo Abyssvs Occvltvs - Cd



Pfff, schon wieder so ein glattes, postmodernes Deathcore Album mit dem fehlgeleiteten Anspruch, brutalem Death Metal näher zu stehen als der eigenen Mutter. Braucht kein Mensch mehr, dieses gebügelte, immer gleich klingende, zerfahrene und langweilige … Irgendwas. Breaks, Beatdowns, Grooves, Growls und „Metal“gesänge, alles ohne Seele, und wirklichen Spielfluss kann ich auch nicht ausmachen. Nichts hat Beständigkeit, nichts bleibt für wenigstens mal 10 Sekunden am Rollen, ständig Tempowechsel, ständig irgendwelche Deathcore Riffs, mit denen  Slipknot schon vor Jahren auf sämtlichen Musikkanälen präsent war, und das „Auf den Sack – Gen“ entdeckt hat. Hüpf,  Hüpf du Clown, von wegen, am Arsch! Hier versuchen sie es mal mit Atmosphäre und scheitern, dort experimentieren sie und lassen den Sud überkochen. Percussions mögen sie, Synthies auch, helfen wird es nicht. Nur eins will ich ihnen lassen, berechenbar ist die Musik der argentinischen Kellerrenovierer nicht, so unstet wie die Songs aufgebaut sind. Dafür ist das alles aneinander gepappt wie feuchter Karton auf dem Fliesenboden einer Gemeinschaftsdusche. Und wenn Sublevels dann die Seife in den Raum werfen, werden  Leute, die Metal wertschätzen, gar nicht erst auf die Idee kommen, den glitschigen Überfluss aufzuheben. Die Mainvocals tragen den dekadenten Charakter von zu viel gegessen und zu wenig geschluckt, Schnauze voll und nicht mehr wissen, ob rein oder raus. Die Songs sind überfrachtet und trotz des sicher nicht untalentierten handwerkens an den Instrumenten, ist das Album nach der Hälfte der Spielzeit kaum noch zu ertragen. Da steckt so viel drin und ist trotzdem leer, es ist verdammt anstrengend sich durch die ganze Scheibe zu hören, leichter wäre es bei uns im Garten auf Erdöl zu stoßen, einen Basejump von der Linde vor meinem Fenster zu machen, oder den Bierschwamm mit Fingerschnipsen potterartig verschwinden zu lassen. Der Gitarrist der Truppe ist offensichtlich auf einem Egotrip, lebt seine Fantasien aus und nimmt den Rest der Band gar nicht wirklich mit. Variabel gefiel mir eigentlich immer gut, ein Fakt den ich an Musikern zu schätzen weiß. Das Gehacke aber ist eindeutig zu viel, zum einen wegen der Art der Musik generell, die mir den Rochen kämmt. Zum anderen aber auch, weil er ganz eigennützig mit seinen Dämonen kämpft und niemandem eine Chance lässt, ihm noch zu folgen. Wenn irgendwas eine sinnentleerte und hohle Angelegenheit ist, die nicht blond ist und was mit Katzen macht, dann leider dieses Album. Eigentlich ist nach kürzester Zeit schon alles gesagt und bedarf keiner Wiederholung mehr. So was ist allenfalls was für Kiddies mit fragwürdigen Verbindungen zu dubiosen Hinterzimmerfrisören. Metal geht anders und nervt nicht, Metal ist Religion. Und weil das Tatsache ist, sind SUBLEVELS Atheisten.  https://www.facebook.com/SublevelsOficial 
3/10




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