Tuesday, December 25, 2012

THE LAST HANGMEN - Executing Empires - Cd



Neulich in der Gothenburg wurden im Migrantengetto 5 sächsische Henkersknaben aufgescheucht, die sich als die letzten ihrer Art bezeichnen. Im Gepäck hatten sie ein Album, das sie auf undurchsichtigen Wegen einschmuggeln wollten. Den Behörden ist es gelungen, einzelne Exemplare zu beschlagnahmen, wovon eines der Presse zugespielt wurde. Was aus der eigentlichen Lieferung geworden ist, bleibt bisher unbekannt, lässt aber nach eingehender Kontrolle der wenigen Einzelstücke von behördlicher Seite nichts Gutes für die allgemeine Sicherheit erahnen. So zumindest verheißen interne Verlautbarungen von höchster Stelle. Deshalb hat das schwedische Außenministerium in Zusammenarbeit mit dem deutschen Ministerium für Jugendschmutz und Familienfehlsteuerung eine Einfuhrbeschränkung für Musik aus der Gothenburg durchgesetzt. Unseren Quellen zufolge vertreibt die Band ihr illegales Gefahrengut aber aus dem Raum Dresden, was diese Maßnahme letztendlich ad absurdum führen würde. Da sind die Verantwortlichen aufgrund gefährlichen Halbwissens und gezielter Fehlinformation durch die musikalische Aussage des vakanten Albums auf eine falsche Fährte gelockt wurden. Was unserer Redaktion nun zu Ohren kam, war ein erstaunlich offensives und beschwingtes Werk, von dem vordergründig gar keine so große Gefahr auszugehen scheint, wie von amtlicher Seite befürchtet. THE LAST HANGMNEN klingen wesentlich fröhlicher als es von grimmigen Gothenburgern zu erwarten gewesen wäre. Auch die melodische Veranlagung ist in ihrer Umsetzung viel ausgeprägter, als das bei den Gothen ohnehin der Fall ist. Hinzu gesellen sich heldenhafte Chorusgesänge und schwerterschwingende Kompositionen, die jedem Recken den Rücken stärken und das Schlachtenglück auf die Seite des tapferen ziehen. Aggressive Riffs werden nach kurzer Zeit immer von der Leadgitarre eingeholt und zur Räson gebracht, mit bunten Melodien gefesselt. Da bäumt sich der Verdacht wie ein rolliger Kater auf, dass Helloween nun  Death Metal spielen und sich dafür nur jüngere Egos geklont haben. Auch glauben sogenannte Experten zu wissen, dass metfeuchte und schlüpferstürmende Pagan – Knaben Musik eine Rolle in der Band spielen würden. Und bezogen auf die ganzen Solis und melodischen Arrangements der Songs, möchte man dem beinahe Glauben schenken. Klar sollte aber auch sein, dass der Begriff Pagan als leitendes Motiv der Dresdener völlig unangebracht ist. Nur scheint deren Leadgitarrist dahingehend einen Fuß in der Tür zu haben. „Executing Empires“ ist ein sehr flottes Werk, das nicht auf traurige Melancholie setzt, sondern immer forsch einen Schritt vor den anderen macht, gern mal moderne Elemente mit einblendet und durchweg straff organisiert scheint. Zumindest straffer als es noch auf der Debütscheibe der Fall war. Und trotzdem ist das Werk für die raue Metallandschaft ein wenig zu brav geraten, das ist nicht Bockwurst und Bier, eher wie Kakao zum Kuchen. Versüßt seinen Hörern den Feierabend, oder von mir aus auch die Zeit nach den Hausaufgaben. Von technischer Seite gibt es keine Angriffspunkte, da ist sehr am Timing gearbeitet worden, Wünsche bleiben nicht offen. Dicht gestrickt und kompakt gearbeitet, vielschichtig und immer stimmig. So bleibt unterm Strich kein Grund übrig, das Werk weiter mit amtlichen Beschränkungen zu belegen, ist sein musikalischer Wert doch weit über etwaige gemeingefährliche Gefahrentendenzen zu stellen. Aber es bleibt immer noch der Januar abzuwarten, wenn das Album offiziell erscheint, wer weiß welch düstere Seiten sich noch auftun. Denn bisher strahlt nur die Sonne. http://www.thelasthangmen.com/ 
7/10

No comments:

Post a Comment