Wednesday, March 6, 2013

CLITEATER - Cliteaten Back To Life - Cd / War Anthem Records



Auf ihrem Weg zur Heiligsprechung durchschreitet die Clit dieses mal den berüchtigten, von Kannibalen umlagerten Friedhof und kennt wiederholt nicht Freund noch Feind.  Sie rockt leichenschänderisch( „Seth Putnam…“), groovt unverhohlen („Knob Gobbler“) und macht alles andere wofür sie in ihrer rücksichtslosen Art berüchtigt ist. Protegiert von 5 Niederländern, die sie vor ihren feministischen Welteroberungskarren gespannt hat, lässt sie sich den Knopf lecken und fährt mit Höchstgeschwindigkeit hinauf zum endgültigen Grindcorematriarchat. Ob sich die musikalischen Verursacher ihrer Lüsternheit im Klaren darüber sind, wofür sie da wirklich einstehen, dass sie sich im Dienste der sexuellen Befreiung der Frau verdingen, bleibt fraglich. Fest steht aber, dass sie die Stilmittel zur Umsetzung des Vorhabens locker aus der Hüfte peitschen und verdammt noch mal schon wieder Spaß daran haben. Könnte man doch irrigerweise annehmen, denen fällt das einfach so zu. Wahrscheinlicher ist es aber, dass sie die Opfer der zu Sonambulismus fähigen Clit sind und von ihr auf allen schlüpfrigen, schlüpferlosen Wegen fremdgesteuert werden. Die 5 begnadeten Grindcorederwische sind die Sklaven der Clit, nur sind die Fesseln unsichtbar. Der größte Trick der Clit ist es aber, der Öffentlichkeit glauben zu machen, die Band würde sich mit ihren Texten und dem Image gegen sie richten, was zahlreiche, unbefriedigte Frigidenbatallione auf den Plan rufen könnte, um im Umkehrschluss ihre Position zu stärken. Die Clit ist der Teufel, sag ich euch. Sie verführt nichtsahnende, rechtschaffende Menschen dazu, sie in nur 3 Akkorden zu huldigen, oder mit ausufernder Brutalität zu vermöbeln, sie zu rocken und zu grinden, sie platt zu walzen und in die Krone des Pflaumenbaumes zu knüppeln. Sie stellt sich als Missbrauchte dar und kassiert die volle Aufmerksamkeit. Sie lässt an sich rumkauen und hineinbeißen und die Fans der Band werden ihr ohne es zu wollen, in jeden Winkel ihrer machthungrigen Psyche folgen. Denn das ist von vornherein klar, entweder Cliteaster wird geliebt oder ignoriert. Die wahren Fans machen jeden Scheiß mit, und feiern jedes Album ab. An Humor fehlt es weder der Band noch ihren Fans, und wenn die Einen die Anderen mit schweineschartenfettem Sound überziehen, dann gehen die Anderen ohne Rücksicht auf Verluste ab und verehren speichelflusssteigernd jeden Anschlag und jeden Kehlenfurz. Und auch wenn Cliteater nicht Herr ihrer eigenen Taten sind, auch wenn sie seit Jahren von der Clit aufs Glatteis zum Tanze verführt werden, ist auch das nunmehr 6. Album kein bisschen stiller und zahmer, nicht die Spur von Verschleiß lässt sich ausmachen. Im Auftrag ihrer Majestät steht euch erneut ein schonungsloses Offensivorchester bevor, das aus allen Schalllöchern tönt, Gliedmaßen zappeln und dauerbreite Kadaver hüpfen lässt, Goregrind schwitzt und darüber hinaus noch einiges mehr kann. Die Repertoire der Szene werden gnadenlos heran gezogen, keine Erwartungshaltung muss hinterher enttäuscht in der Eckkneipe seinen Frust wegsaufen. Cliteater klingen schon immer nach mehr als viele ihrer zwangsgestörten Kollegen, wie sie das jedoch wirklich machen, bleibt der Öffentlichkeit verschleiert. Nur die Clit zieht hinter den Kulissen die Fäden und keiner wird es sehen, nur sie hat die Lizenz zum Töten oder bekifftes Reggeachaos von der Treppe zu stoßen („Positive Aspects…“). Unter ihrer Regie können sich Cliteater alles heraus nehmen und das Ergebnis wird die Fans der Band immer mitreißen. Kann ich nur sagen „Cliteaten back to life“… scheiß drauf, das Album muss ran, selbst wenn der nächste Papst eine Frau aus Holland ist! 
9/10

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