Tuesday, April 9, 2013

ABYSSAL - Denouement - Cd / Hellthrasher Productions



Death / Black / Doom Donnerwetter, zum Heulkrämpfe kriegen und Pulsadern schlitzen, zum Kopf gegen die Wand knallen und schlechte Stimmung verbreiten. Musik zum Erdbeben manipulieren und Himmel verdunkeln, Musik für und gegen den Horror im Alltag! Musik mit überlanger Songpräsenz, viel negativer Energie und maximaler, genreübergreifender Brutalität, verstimmt und niedergeschlagen wie der Schlächter vor dem Lamm, das sind ABYSSAL. Das sind 3 Briten, die sich weder Namen noch Pseudonyme leisten, die ihre Existenz hinter der Musik verstecken, die Einweckgläser gären, und Milch sauer werden lässt. Aber weil das Absicht ist, geschieht die Verklappung des Guten Geschmacks auf musikalisch meist interessante bis überaus versierte Weise. Das schwarzbleihaltige Material reicht von bekannten finnischen Depridoomtotschlägern bis hin zu trockenem und weitestgehend technikresistentem amerikanischen Death Metal von New York bis Chicago. Ein Saugrüssel aus der Hölle röchelt unter der Decke von schweren Riffs, melodramatischen Schleichspuren und depressiven Solis mit Bauchschmerzcharakter. Er äußert seinen Unmut über die Verschiebung der Apokalypse mal zu brutalen Frontalanschlägen, häufiger aber immer wieder zu dauerhafter Trübsinnigkeit mit genug Biss, um nicht ins Lager der Heulsusen zu wechseln.  Mal rollt und brüllt die Maschine, dass einem angst und bange wird, dann leiert sie schwermütig mit durchhängendem Keilriemen. Mal groovt das tatsächlich, dann  wieder werden die hohen Saiten eher unharmonisch gefordert. Irgendetwas passiert ständig, um die Monotonie im Kern nicht gar so offensichtlich werden zu lassen. Ob das Tempo anzieht und der Drummer die sonore Black Metal Batterie tritt, begleitet von etwas dünn abgemischter und dann auch tendenziell schriller Leadgitarre, oder aber ob der übergewichtige Death Metal Zug den Sackbahnhof pulverisiert, Bewegung ist und bleibt der Akku für Kreativität. Immer aber bleibt der Sänger emotionslos, grummelt mit Grabesstimme seine vernuschelten Proklamationen ins Mikro. Der Spagat zwischen den verschiedenen Genres gelingt ABYSSAL besser als so mach Anderen, auch wenn das ständige Tempo rausnehmen, und vernebelt atmosphärische den Lauf des Albums nicht immer an den richtigen Stellen bremst. Und je länger die Scheibe rotiert, je länger die Songs werden, umso mehr gehen gezielte Nackenschläge verloren. Der 11 Minuten Rausschmeißer „Swansong Of A Dying Race“ ist irgendwann zu schwarz geraten. Ab einem gewissen Punkt bedarf es schon eines längeren Atems, und dem unbedingten Durchhaltewillen, dem Verlangen nach dem eigenen Blut nicht nachzugeben. Die Starken ziehen durch, die Schwachen suchen sich einen Balkon ohne Blumenrabatte. ABYSSAL fordern sich vielleicht ein wenig zu viel ab, unterm Strich ist das Album trotzdem eine ziemlich fette Schwarte. Stellt euch mal mit ‘nem scharfen Messer daneben und säbelt euch euren Happen runter.

Bleibt nur die Frage, wer sich hinter der Band verbirgt. Ich habe da so meine Vermutung mit Gruß an den Verfassungsschutz.  Hussein, Bin Laden, Gaddafi, ganz einfach. Seit Bilos von Malignant Tumour Hussein als Rock´n Roll präsentiert hat, wusste der, dass er abtauchen muss, hat sein Double ins Kellerloch geschubst und den Kumpels das Gleiche empfohlen. Und nun, seit geraumer Zeit illegal im Vereinigten Königreich bartlos und  inkognito unterwegs, versuchen sie die westliche Dekadenz mit anderen terroristischen Mitteln zu knacken. Bediene dich der Waffen deines Feindes, jawoll! 
7/10

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