Wednesday, April 3, 2013

ETHELYN - No Glory To The God - Cd / Wydawnictwo Muzyczne Psycho



Pfff, was für ein Pfeffer! Die Vasallen des Alten aus der Hölle lecken seiner Mutter beim Suppe rühren die Hämorrhoiden aus dem Anus und erweisen so ihre bedingungslose Unterwerfung. Schrill und schwarz, krakeelend und keifend ohne darauf zu achten, dass sie an irgendeiner Stelle ihrer von Tod und Teufel betäubten Hirne auch mal Musiker waren. Einzig halbwegs passabler Song, weil mit einem sehr schnittigem Thrash Riff gesegnet, ist „Wormhymn“, aber auch der geht im Gekloppe und Gepfeife unter wie die Titanic am Eisberg. So viel unausgegorene Grütze hat lange nicht mehr den Weg in meine Residenz gefunden. Ausgenudelt und ausgekaut, mit der Halbwertzeit eines Wassereis vom Aldi, wenn die Kühltruhen wieder mal was anderes zu tun haben, als zu kühlen. Das nahezu komplette Album rühmt sich mit austauschbaren Ingredienzien, wie sie jede gewöhnliche Black Metal Band auch irgendwo im Keller hinter der Rübenkiste versteckt hat. Mal schnell, mal langsam, mal aggressiv wie ein von Karies und Demenz zerfressener Untoter, mal auf Düsterpriester geschult und eigentlich beständig langweilig. Inhaltsleer, das wäre auch noch so ein Beschreibungswort für die totale Abwesenheit von Fantasie und Inspiration. Und dann behaupten die sogar, Death Metal sei ein ebensolch großer Part in ihrer Musik, wie der Teufelsscheiß. Auf die Finger ihr Lümmel. Was ist denn daran Death Metal, wenn ein schleimiger Kehlkopf das Duett von Mutti und Vati im Klargesang versaut. Zeit für den Exorzisten, Zeit, dass der Sänger mit seiner hilfebedürftigen Besessenheit ans Bett gefesselt und mit Erbsensuppe gefüttert wird. Zeit, dass ihm einer die Bibel quer in den Rachen schiebt, um sein permanentes Geseier zu unterbinden. Und ist es etwa ein Indiz für Death Metal, wenn die Musik versucht melodisch stimmig zu sein? Das ist alles Blödsinn und pure Verschwendung von Frischluft und geistigem Freiraum. Da werd ich doch eher Olympionike im Gurkenhobeln und Bananenbiegen, als dass ich mir so eine Scheibe noch mal freiwillig in den Schacht spaxe. Lieber laufe ich nackt zum Bäcker und bestelle ein Pfund Schweineohren, oder lass mir beim Frisör den Zopf wieder ankleben, als dass ich an so was Gefallen finden werde. ETHELYN scheint mir eine Band im Rückwärtsgang und ohne Spiegel und Bremse, die kacheln einfach blindlings die Piste runter, haben den Tunnelblick und krönen sich selber zum größten Schwarzbrenner aus dem Polenlande. Auf die Nerven gehen sie mir, mit all dieser gekünstelten Bitterkeit, mit ihren halbgaren Braten aus dem Fegefeuer, mit diesen weit überzogenen Klischees, die sie als ernsthaft als einzig wahre Propaganda verkaufen. Die machen mit ihrem lauen Stürmchen Wahlkampf für die Dämonenmannschaft aus der Hölle. Das aber mit so wenig Effizienz, dass jede halbwegs nüchterne Altherrenmannschaft noch vor Ende der ersten Halbzeit die Tücher im Trocknen hat. Tauglich allein nur für die Bedauernswerten, die vor Scham oder Dummheit werde rot noch blass werden. Alle anderen schalten schon nach den ersten Anschlägen unbewusst auf Fluchtreflex, Kinder beginnen zu brüllen, Erwachsene schnappen die Brut und brechen Bahnrekorde und selbst Lahme nehmen das Schicksal in die eigene Hand und Blinde schlüpfen ohne Beulen unter jeder Hürde hindurch. Gesegnet seien die Tauben! Nicht die mit Flügeln! Das Unglaublichste an dieser Geschichte aber ist die Tatsache, dass die Band bereits seit 95 existiert und diverse, womöglich ähnlich geartete Alben auf Halde hat. Wenn das nicht Angst macht… Kurzum, ETHELYN ist wie die Vogelscheuche auf dem Winteracker, ein Synonym für Mumpitz. Sparts euch! 
2/10

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