Thursday, May 16, 2013

BRADI CEREBRI ECTOMIA - Supreme Heterozis - Cd / Bizarre Leprous Prod.



Denen da im Osten, da in Weißrussland bekommt ihre Diktatur nicht, die da feiern untergrundverdächtig einen Aufstand gegen die eigene Sprache. Verbünden sich mit den Einwohnern des Alfred Brehm Hauses und so mir nichts dir nichts riecht es nach Löwe Buana. Löwe und Schwein, Köter und deren geräuschvolle Verdaungsprozesse sind die neue intellektuelle Währung, das neue verbale Schlagmittel. „Supreme Heterozis“ bietet die perfekte Soundkulisse für ein karnivores Massaker an den Tierpflegern dieser Erde. Wie auch anders ließe sich die Musik von BRADI CEREBRI ECTOMIA   beschreiben? … ach ja, es ginge auch mit wiederholt: CBT. Aber das hatten wir an anderer Stelle schon mal. Wem die Vorlage aus den Landen der Teutschen immer wieder aufrichtig Freude bereitet, der kann sich den Nachklapp aus dem Osten gern mal auf dem ungewaschenen Teller servieren lassen. Viel schief wird da nicht gehen, ist die Musik ähnlich primitiv, vom Rhythmus sofort einstufbar als Humpta – Polka – Hüpfeinlage und in punkto Brutalität…naja, eben auf den Punkt. Goregrind mit Humor und einer gehörigen Portion „Macke“ Und dabei blicken Timur und sein Trupp bitterernst vom Pressefoto, schwarzgekleidet und Death – Metallisch seriös, als hätten sie Großes vor. In Kindertagesstätten Suppenkoch werden und den Wänstern in den Brei pinkeln, oder im Pflegeheim die Schwerhörigkeit abschaffen, irgendwas karitatives. Ist selbstredend alles Quatsch, so viel Ambitionen können die gar nicht haben, die lassen viel lieber so richtig die Sau vom Haken, matschen und stampfen durch einen flach angelegten Gore – Sumpf und lassen kein Klischee aus. Nun gut, Frauen hört man dieses mal nicht wie sonst in lustvoller Pein kreischen, mit Intros halten sie sich ohnehin ganz erträglich zurück. Dafür schieben sie lieber mal ein paar Beats unter und machen ihrer überflüssigen und auch irgendwie passenden Vorliebe für dezente Technoklänge, oder wo immer das hinführt, Luft. Der große Rest bleibt beim der Schablone, die Gore und Porn vorgezeichnet haben, dicke Gitarre, kompletter Verzicht auf Technik, kleine Ausbrüche in amerikanische Brutal Death Metal Gefilde, Groove und ein absolut rüdes Verständnis für Melodie. Auf seine Art ist auch dieses Album ein ganz fetter Happen, splattert sich mit Genuss durch alles was Blut vergießen kann und hat im Grunde doch so wenig mit plakativem Sexismus und detailliert dargelegten Tötungsdelikten zu tun. Die Weißrussen kümmern sich lieber um die seelische Querlage der menschlichen Gesellschaft, dem Hirn und der Hirnforschung. Im weitesten Sinne versteht sich! … mhm…na klar, „Supreme Heterozis“ muss dann eine bestimmte Form von Doktorarbeit für angehende Hirnchirurgen sein, fest gepresst in Schellack! Entweder das, oder der Selbstgebrannte hat die eigene Psyche für die verdorbene Psyche der Landsmänner geöffnet. Kaputte gibt es dort jedenfalls genauso viele wie hier. Den weitern Blick richtet die Band dann aber sogar zum einstigen Klassenfeind im Kampf um den Weltfrieden. Wir wissen ja, die hinterm Atlantik sind die Beklopptesten überhaupt, auch wenn die das selbst nie begreifen werden. Nun gut, um unerwarteten Heroen eine Referenz zu erweisen covern sie Dying Fetus und nennen das Stück „Kill Your Enemy“, basierend auf „Kill Your Mother, Rape Your Dog“. Da muss man dann schon genau hinhören, so arg übel wird die Nummer zerhackt, oder eigentlich nur in einen typischen Gore – Darm gestopft. 

Am Ende würgt sich ein Album aus dem hämorrhoidalen Blutarsch, das vom ersten bis zum letzten Ton nichts anfasst, was andere mit ihren schmierigen Pfoten nicht bereits schon betatscht haben, das vielleicht keiner außerhalb von Hackfleischmentalität und debilem Spaßverständnis braucht, im Rahmen des Irrenhauses aber immer noch Sinn macht. Welchen auch immer! 
6/10

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