Thursday, May 30, 2013

PRELUDIUM - Impending Hostility (2010) - Cd / Transcending Obscurity



Bis mir klar wurde, dass das Album schon ein paar Jahre im Äther mäandert, ich es sogar anno 2011 bereits vor der nicht unkritischen Flinte hatte, verging schon mal ein Vormittag. Aber da Vormittage an arbeitsfreien Tagen vollgestopft sind, mit zeitintensiven Nebentätigkeiten wie Radfahren bis der Arsch Paviansymptomatik annimmt , Hanteln stemmen für die personelle Überlastung und den dazugehörigen blödsinnigen Kampf gegen das muskulöse Ergrauen, mit dem vietnamesischen Grünzeugdealer um die Ecke Tiefsinniges ergründen und das verdammte Radschloss ums Verrecken nicht entsperren können, den Vegetarierquatsch auch noch putzen und zu Brei zerkochen - fällt auch gar nicht auf, dass ich das Ding bereits ausgeschlachtet habe. Gut, liegen über 2 Jahre und ein gefühltes Raum – Zeit Vakuum von 1 Million Kritiken dazwischen, aber das entschuldigt doch überhaupt nichts. Da der Schwamm aber doch noch nicht ganz trocken ist und der Groschen immer durch den Schlitz purzelt, wenn man es braucht, machte sich irgendwann erhellende Erkenntnis breit. Und da ich gern auch bequem bin, meine Meinung immer noch felsenfest irgendwo rumsteht, drucke ich hier der Einfachheit halber das ab, was mir damals durch den Kopp prasselte:

Im Windschatten des Polensturms von Bands wie VADER, DECAPITATED oder YATTERING versuchen auch andere seit Jahren den Vorschub der Erfolgreicheren zu nutzen. Dazu gehören zweifelsohne PRELUDIUM, die mit ihrem 3. Album zu überzeugen gedenken. Nun werde ich einen Scheißdreck tun und einer Kapelle ihren Lokalpatriotismus vorwerfen, das steht mir auch gar nicht zu, aber besonders innovativ ist es bestimmt nicht, einfach nur anzudocken und sich mittreiben zu lassen. PRELUDIUM gelingen natürlich mehr als passable und schwere Stücke mit viel Blast und düsterer Ausstrahlung, der ganze blasphemische Part der Geschichte halt. Um mit so technisch versierten Haudegen auf Augenhöhe zu bleiben, muss man selbst den Druck erhöhen. Zudem fließen immer wieder echt brutale Roots ein. Aber bitte, all das macht kein herausragendes Album, was da steht ist souveräner abgeklärter Death Metal Stoff mit einigen Highlights und viel Rahmengeplänkel. Um der Sache ein bisschen mehr Glanz zu verleihen, kann ich nur sagen, laut aufdrehen hilft! Der Rest ist Mittelmaß, um einen unvergesslichen Krieg vom Zaun zu brechen, bedarf es mehr als nur gut zu sein. Das sind viele und was dabei dann hinten runter fällt, reicht vielleicht für ein Scharmützel, aber nicht für die finale Schlacht, bei der jeder letztendlich als Sieger vom Feld der Musikerehre gehen will. PRELUDIUM punkten zumindest mit dickem Sound und dem Wissen, dass die große Apokalypse noch bevor steht und vielleicht noch Zeit für früchtetragendes Sparring bleibt. Ich will´s nur hoffen, denn eigentlich haben unsere osteuropäischen Nachbarn das ganze Rüstzeug in der eigenen Garage, die müssen nur noch schauen, welcher Gaul was tragen soll und wie bei richtigem Einsatz die Effektivität gesteigert werden kann. Technisches Know How, kompositorische Dichte und dicke Eier, alles da, muss nur noch irgendwie sortiert werden und das sollten die Teufelsbuben noch lernen. Wenn nicht, dann krebsen sie weiter in der Ursuppe mit all den anderen Einzellern und hoffen vergebens darauf, dass sich der evolutionäre Schub von selbst einstellt. Also, es lohnt sich, das Interesse an PRELUDIUM nicht zu verlieren und die Scheibe dürft ihr euch ruhig reinziehen, die rostige Axt der Zeitverschwendung wird euch schon nicht gleich enthaupten. Für Fans von obengenannten Bands mit Hang zu schwarzer Vernichtung, ist bestimmt mehr als ein geschädigtes Trommelfell drin. So lass ich mich dann auch zu versöhnlichen 6 Punkten hinreißen!
6/10

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