Wednesday, January 15, 2014

SPERM OF MANKIND - Godzilla - Cd / Bizarre Leprous Prod.



Etwas verfrüht aber durchaus passend zu Gareth Edwards erstem zu erwartenden Popkornquark – Blockbuster Godzilla, veröffentlicht eine grenzdebile Truppe aus der östlichen Nachbarschaft ihr gleichnamiges Album. Es gibt halt immer Leute, die es nicht halten können und am eigenen Höhepunkt vorbei schwimmen wie das Sperma am Fleischtrichter. Ähnlich wie der wahrscheinlich unterhaltsame aber belanglose Leinwanderguss aus Hollyschutt, wollen die Herren mit dem illusteren Namen SPERM OF MANKIND die Erde beben lassen, und wohl auch irgendwas zerstören. Nachdem ich mich freiwillig durchgewunden habe, weiß ich auch was vordergründig in die Brüche zu gehen hat, der Durchblick! Der gesunde Menschenverstand! Mit solcherlei halbwegs gesunder Grundvoraussetzung, die manch einer gerüchteweiser noch sein Eigen nennt, sollte man einen reichlichen Bogen um das primitive Donnerwetter machen, bevor destruktive Pornostrahlen die Synapsen blockieren und die rechte oder auch linke Hand in verkrampfter Auf und Ab - Bewegung hängen bleibt. Könnte unangenehm vorm Firmenrechner werden.  Zu viel Input dieser Sorte garantiert genozidale Völkerverblödung. Kein Wunder, dass die Intelligenz ausstirbt, die irgendwann so was wie der Dinosaurier im Malbuch ist und die Farbwahl purer Willkür unterworfen wird.
Demzufolge lassen wir das bisschen Intellekt in die Hose rutschen, tarnen progressives Denkvermögen mit vorgespieltem Testosteronüberschuss und gehen Undercover. Zu erwarten ist dann erst mal nur, dass die Riesenechse nach slowakischem Vorbild mit mächtig dicken Eiern polkagleiche Stampfer vor sich her rülpst. Und es dauert nicht lange, dann begegnen uns die ersten Opfer des echsenhaften Riesendödels, der seinen flockigen Unsinn über die Menschheit verspritzt, als wäre er der Messias, der aus Wasser Wein macht. Nun die slowakische Rezeptur muss in der Tat eine andere sein. Nun gut, wir treffen Menschen, oder welche von denen ihre Eltern immer noch glauben, sie gehörten einer hominiden Spezies an. Nur sehen die sie nie in ihrer legeren Freizeitkleidung. Es hüpfen reichlich nackte Kerle durch das Unterholz, die Bierwänster freischwingend über selbstlos präsentierten Genitalien. Ein paar andrer tragen rosa Damentütü, die haarige Rektalblitzer nicht zu verdecken in der Lage sind. Weiterhin fallen selbstgehäkelte Op - Kittel, Gasmasken, Bärenkostüme, Silberpapierantennen und Sponge Bob auf. Und die ganze Horde tummelt sich in trauter alkoholisierter Einigkeit vor diversen Bühnen und feiert eben Bands wie SPERM OF MANKIND. Und da beginnt mein innerer Konflikt, ich weiß nicht was ich anziehen soll, und ausziehen entspricht nicht meinem Auftrag zur Wahrung der subjektiven Würde. Aus diesem Grunde habe ich mich entschlossen, das komplette Goredesaster mit einem Schmunzeln vom Rande aus zu betrachten. Später fiel mir auf, dass ich mich unbewusst habe vereinnahmen lassen. Anfänglich noch kopfschüttelnd wegen der völligen Abwesenheit innovativer Gedanken von Selbstsicherheit geschützt, erwische ich doch das eigene Tanzbein im  Rudel. Uffta Uffta, einfacher kann auch ein rhythmusresistenter Tanzmuffel wie ich es bin, nicht zu sicher ungelenken aber freiwilligen Körperbewegungen verleitet werden. SPERM OF MANKIND schöpfen den Pool an dreisten und politisch mehr als unkorrekten, sowie musikalisch heftig beschränkten Möglichkeiten innerhalb stumpfsinniger Freudenspender sicher nicht aus, aus Gore, Porn und Nonsense mit gewalttätiger Überzeichnung hohlen andere noch um einiges mehr raus. Auch schiebt sich der Verdacht vors Dunkelwerden, dass nicht alle Stücke wirklich richtige Songs sind und dass die Band ein ums andere mal lieber Bier holen gegangen sind, als irgendwas richtig zu Ende zu schreiben. Vor allem in der ersten Hälfte der Scheibe ist das so, späterhin taut die Kiste dann auf. Weil dann wohl genug Alk die Blutbahn malträtiert und der interne Motor von Automatik auf definitiv kranke Emotionen umgeschaltet hat. Und trotzdem macht der Quatsch Spaß, wenn man sich drauf einlässt, Anspruch und Restintelligenz am Eingang im Mülleimer verwahrt und heftig harten Getränken zuspricht. Tiefgang versprechen SPERM OF MANKIND nur jenen, die selbst schon in Schlamm und Dreck von Harmonizern, basslastigem Schädelknackersound und billigen aber funktionalen Kompositionen ihr Ende gefunden haben. …. Scheiße, wo ist der blöde Mülleimer. 

Für Fans von CBT, TDEBN und ähnlich bekannten Abkürzungen, und wer´s nicht kennt, wirft aus Dankbarkeit ein paar Groschen in die Kollekte und preist den Schöpfer! 

6/10

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